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AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung der Bookflow-Plattform. Stand: 14. August 2026.

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Bookflow" (nachfolgend „Plattform" oder „Bookflow"), die unter https://getbookflow.de/ bereitgestellt wird.

(2) Anbieter und Vertragspartner ist:

(3) Kunde im Sinne dieser AGB ist jede natürliche oder juristische Person, die Bookflow zur Verwaltung eigener Termin-Buchungen nutzt (nachfolgend „Kunde" oder „Tenant"). Bookflow richtet sich an Selbständige, Freiberufler, Einzelunternehmer und kleine bis mittlere Unternehmen.

(4) Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

§ 2 Leistungsbeschreibung

(1) Bookflow ist eine webbasierte Online-Buchungsplattform, mit der der Kunde seinen Endkunden (nachfolgend „Buchende") Termine zur Reservierung anbieten kann. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus dem jeweils gewählten Tarif (siehe § 3).

(2) Bookflow wird als Software-as-a-Service über das Internet bereitgestellt. Der Kunde benötigt einen aktuellen Webbrowser und eine funktionierende Internetverbindung.

(3) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Jahresmittel an, ausgenommen geplante Wartungsfenster und Ausfälle, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (höhere Gewalt, Ausfall von Drittanbietern wie Stripe, Hoster, etc.). Eine darüber hinausgehende SLA-Zusicherung gilt nur, wenn diese im Tarif „Enterprise" individuell vereinbart wurde.

(4) Der Anbieter behält sich vor, den Funktionsumfang der Plattform weiterzuentwickeln, einzelne Funktionen zu ändern oder zu entfernen, soweit dies dem Kunden zumutbar ist und die vertragstypische Hauptleistung nicht beeinträchtigt.

§ 3 Tarife und Preise

(1) Bookflow bietet folgende Tarife an, die jeweils als monatliches Abonnement abgerechnet werden:

(2) Für die Tarife Pro und Business wird zusätzlich zur monatlichen Vergütung eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 99 € erhoben. Sie vergütet die einmalige Bereitstellung und Aktivierung des Kundenkontos, insbesondere die Anlage der Kundeninstanz, die Einrichtung der öffentlichen Buchungsseite unter der kundeneigenen Adresse, die Freischaltung des E-Mail-Versands über die Systeme des Anbieters (im Tarif Business zusätzlich des SMS-Versands), die Bereitstellung der datenschutzrechtlichen Unterlagen einschließlich des Auftragsverarbeitungsvertrags sowie einen persönlichen Ansprechpartner für den Start.

(3) Die inhaltliche Einrichtung des Kontos (insbesondere Übernahme von Logo und Markenfarben, Anlage von Dienstleistungen, Mitarbeitern und Öffnungszeiten) nimmt der Kunde selbst über die Plattform vor; entsprechende Funktionen einschließlich der automatischen Übernahme von Logo und Markenfarben aus der Website des Kunden stehen ihm dafür zur Verfügung. Auf Wunsch des Kunden unterstützt der Anbieter ihn dabei im Rahmen des Starts; ein Anspruch auf eine vollständige Einrichtung durch den Anbieter besteht aus der Einrichtungsgebühr nicht.

(4) Die Einrichtungsgebühr wird gemeinsam mit der ersten Monatsrate im Rahmen des Online-Checkouts fällig und dort gesondert ausgewiesen. Sie wird je Kunde nur einmal berechnet; bei einem Wechsel zwischen den Tarifen Pro und Business sowie bei einer Wiederaufnahme des Vertragsverhältnisses fällt sie nicht erneut an. Nach vollständiger Erbringung der Leistung nach Absatz 2 besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Einrichtungsgebühr; gesetzliche Rechte des Kunden, insbesondere das Widerrufsrecht nach § 5 sowie Gewährleistungsrechte, bleiben unberührt.

(5) Im Tarif Enterprise ist die Leistung nach Absatz 2 Bestandteil des individuellen Angebots.

(6) Alle Preise sind Endpreise und gelten sowohl für die monatliche Vergütung als auch für die Einrichtungsgebühr. Gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

(7) Der Anbieter behält sich vor, die Preise mit einer Vorankündigung von mindestens 30 Tagen anzupassen. Die Preisänderung wird dem Kunden per E-Mail an die im Account hinterlegte Adresse mitgeteilt. Der Kunde hat das Recht, das Vertragsverhältnis innerhalb dieser Frist zum Wirksamkeitsdatum der Preisänderung zu kündigen. Erfolgt keine Kündigung, gelten die neuen Preise als angenommen.

(8) Für Kunden, die vor dem 12. August 2026 einen Vertrag über einen zwischenzeitlich eingestellten Tarif (insbesondere „Free" und „Starter") abgeschlossen haben, gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Konditionen fort, solange das Vertragsverhältnis ununterbrochen besteht. Eine Einrichtungsgebühr fällt für diese Bestandskunden nicht an.

(9) Der SMS-Versand von Terminerinnerungen ist seit dem 14. August 2026 Bestandteil des Tarifs Business. Kunden, die diese Funktion vor diesem Zeitpunkt im Rahmen des Tarifs Pro nutzen konnten, behalten sie im Tarif Pro, solange das Vertragsverhältnis ununterbrochen besteht.

§ 4 Vertragsschluss und Vertragslaufzeit

(1) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde im Online-Checkout einen Tarif auswählt, seine Zahlungsdaten eingibt und den als kostenpflichtig gekennzeichneten Bestellvorgang abschließt. Eine unentgeltliche Nutzung der Plattform wird nicht angeboten; die bloße Registrierung eines Benutzerkontos begründet noch keinen Anspruch auf Nutzung des Leistungsumfangs eines Tarifs.

(2) Die Mindestvertragslaufzeit beträgt einen Monat. Das Abonnement verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern der Kunde nicht bis zum Ende der laufenden Periode kündigt.

(3) Die Kündigung kann jederzeit über das Stripe-Customer-Portal („Zahlung & Subscription verwalten" im Bookflow-Dashboard) erfolgen und wird zum Ende der jeweils laufenden, bereits bezahlten Abrechnungsperiode wirksam. Der Kunde behält bis zum Ende dieser Periode vollen Zugriff auf alle Funktionen seines Tarifs. Anschließend wird der Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen deaktiviert und die öffentliche Buchungsseite offline genommen. Die Daten des Kunden werden nach Ende der bezahlten Periode noch 30 Tage zum Export bereitgehalten und danach gelöscht, sofern der Kunde nicht ausdrücklich etwas anderes verlangt.

(4) Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende kündigen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (insbesondere bei Verstoß gegen diese AGB, Zahlungsverzug oder rechtswidriger Nutzung) bleibt unberührt.

(5) Mindestalter: Der Kunde muss bei Vertragsschluss volljährig (18 Jahre) und unbeschränkt geschäftsfähig sein. Bei Vertragsschluss durch eine juristische Person handelt der Vertretungsberechtigte für den Tenant.

§ 5 Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Verbraucher (§ 13 BGB) haben grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss. Eine ausführliche Widerrufsbelehrung wird dem Verbraucher vor Vertragsabschluss zur Verfügung gestellt.

(2) Bei digitalen Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht gemäß § 356 Abs. 5 BGB, wenn der Verbraucher

(3) Diese Zustimmung holt der Anbieter im Online-Checkout über eine separate Checkbox ein („Ich stimme dem sofortigen Beginn der Vertragsausführung zu und nehme zur Kenntnis, dass mein Widerrufsrecht damit erlischt."). Ohne diese Zustimmung ist der Vertragsabschluss nicht möglich; alternativ kann der Verbraucher bis zum Ablauf der 14-Tage-Frist warten.

(4) Widerrufsformular: Wenn der Kunde den Vertrag widerrufen möchte (und das Widerrufsrecht nicht nach Absatz 2/3 erloschen ist), kann er folgendes Muster verwenden:

An: ITii Labs, Thiemo Schulz, Ostring 22, 47669 Wachtendonk, info@getbookflow.de
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*): Bookflow [Tarif] inkl. einmaliger Einrichtung
Bestellt am (*): [Datum]
Name des/der Verbraucher(s): [Name]
Anschrift des/der Verbraucher(s): [Adresse]
Datum: [Datum]
Unterschrift (nur bei Mitteilung auf Papier)
(*) Unzutreffendes streichen.

§ 6 Zahlung

(1) Die Zahlung erfolgt monatlich im Voraus per Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder anderen vom Zahlungsabwickler unterstützten Verfahren über den externen Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Ltd. (Irland).

(2) Mit Vertragsabschluss ermächtigt der Kunde den Anbieter und Stripe, die fälligen Beträge zu Beginn jeder Abrechnungsperiode automatisch einzuziehen. Die einmalige Einrichtungsgebühr nach § 3 Abs. 2 wird zusammen mit der ersten Monatsrate eingezogen und im Checkout gesondert ausgewiesen.

(3) Bei einem fehlgeschlagenen Zahlungsversuch versucht Stripe die Abbuchung automatisch erneut. Bleibt die Zahlung dauerhaft aus, ist der Anbieter berechtigt, den Account zu sperren und kostenpflichtige Funktionen zu deaktivieren. Bestehende Buchungen des Kunden bleiben erhalten.

(4) Rechnungen werden vom Anbieter automatisch im PDF-Format per E-Mail versendet und sind im Bookflow-Dashboard sowie im Stripe-Customer-Portal abrufbar.

§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und dieser AGB zu nutzen. Insbesondere ist es untersagt:

(2) Der Kunde ist allein verantwortlich für die Inhalte, die er über die Plattform veröffentlicht (Tenant-Name, Service-Beschreibungen, Logo, Adressen etc.) sowie für die Rechtmäßigkeit seiner Geschäftsaktivität gegenüber den Buchenden.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, im Rahmen seiner Rolle als datenschutzrechtlich Verantwortlicher gegenüber seinen Endkunden alle nach DSGVO erforderlichen Pflichten zu erfüllen, insbesondere die Information der Buchenden über die Datenverarbeitung. Bookflow agiert als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Details siehe Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).

§ 8 Datenschutz

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich nach Maßgabe der DSGVO und des BDSG. Details ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.

(2) Da der Kunde im Rahmen der Bookflow-Nutzung personenbezogene Daten Dritter (Buchender) verarbeiten lässt, ist zwischen Kunde und Anbieter der separate Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abzuschließen. Der Kunde akzeptiert den AVV durch Click-Wrap-Bestätigung im Bookflow-Dashboard.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, sowie für die Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und nur bis zur Höhe des typischerweise vorhersehbaren Schadens, höchstens jedoch bis zur Höhe der vom Kunden in den letzten 12 Monaten gezahlten Vergütung.

(3) Eine weitergehende Haftung des Anbieters ist ausgeschlossen, insbesondere für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden.

(4) Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz und nicht bei arglistig verschwiegenen Mängeln.

(5) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch Ausfälle oder Fehler von Drittanbieter-Diensten (Stripe, Hoster, Zustelldienste) entstehen.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Aufenthaltslandes des Verbrauchers eingeschränkt werden.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist — soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist — der Sitz des Anbieters (47669 Wachtendonk).

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(4) Änderungen dieser AGB werden dem Kunden mit einer Frist von mindestens 30 Tagen vor Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen wird in der Mitteilung hingewiesen.

EU-Streitschlichtung

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/. Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Stand: 14. August 2026 · Version 1.2
Bei Fragen zu diesen AGB: info@getbookflow.de